virtual reality
Dienstag, 31. Oktober 2006
Aus Israel gen Heimat
Ja, wie der Titel es sagt - ich bin schon wieder zuhause. Seit gestern. Und es war wahrlich ein Höllentrip.

Eigentlich sind Israelis ziemlich entspannte Leute. Ausser, es geht um Sicherheit...dann werden sie alle ganz, ganz plötzlich sehr neugierig.

Schon am Bahnhof...da ich niemand bin, der sein Gepäck dem Zufall überlässt, habe ich meine Reisetasche ganz gut mit einem Seil verschnürt...und da möchte dieser Security-Hannes tatsächlich, dass ich meine Tasche öffne. Hat eine Weile gedauert, aber er war, nachdem er fertig war mit "In-meiner-Unterwäsche-herumwühlen", sichtlich zufrieden.

(Nebenbei: Es stand auch ein Metalldetektor am Eingang. Merkt euch das mal. Nummer eins.)

Die Zugfahrt verlief recht entspannt, auch wenn mich die Tatsache etwas stört, dass man die Fahrkarte tatsächlich braucht, um die Bahnstation zu verlassen (!) - obwohl sie schon am Eingang und im Zug vorgezeigt werden muss. Merkwürdige Sitten.

(Beim Verlassen der Station: Metalldetektor nummer zwei - leider, leider defekt xD)

Danach: der Flughafen. Grosses, sehr grosses Gebäude...glücklicherweise fand ich schnell heraus, wohin ich mich stellen muss - denn als ein Security mir ansah, dass ich nicht weiss, wohin, meinte er prompt, sich aufdrängen zu müssen. Doch das war erst der Anfang...

Als ich letztendlich an der Reihe war, wollte man von mir wissen, in welcher Sprache ich es denn gerne hätte. Da meine einzige Alternative in diesen Gefilden Englisch war, entschied ich mich auch dafür.
So stellte mir die nette Dame ihre Fragen auf Englisch...Fragen nach dem Grund meines Israelbesuches, nach Namen meiner Verwandten dort, ob ich mein Gepäck von jemand anderem packen liess, ob ich es unbeaufsichtigt liess, wieso ich meinen Pass so kurzfristig beantragt habe, wieso ich...bla, bla, bla...den gleichen Fragenkatalog durfte ich jedem zweiten Securitymann - pardon, auch jeder zweiten Securityfrau - beantworten. Ich glaube, das Personal dieses Flughafens weiss jetzt mehr über meine Ferien als meine eigenen Eltern.

So ging es dann die nächste Stunde weiter - im flüssigen Wechsel zwischen Fragen, Passkontrolle, Ticketkontrolle und Gepäckdurchsuchung kämpfte ich mich dennoch siegreich bis vor mein Gate...nur zum Mitschreiben - ich habe einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt.

Insgesamt durchlief ich, auf diesem einen Flughafen - Ben Gurion Airport in Tel Aviv, für die Neugierigen (und auf dem Weg dorthin) - insgesamt eine Gepäckdurchsuchung, zwei Gepäckdurchleuchtungen, eine Gepäckdurchsuchung mit einem tragbaren Metall(?)detektor, drei Ganzkörperuntersuchungen durch stationäre Metalldetektoren (na, hätten vier sein müssen - aber war ja einer defekt ^^), zwei Passkontrollen und drei Ticketkontrollen. Oh, und, wie oben schon beschrieben - abgesehen davon hat mich jeder zweite, auf dessen Hemdchen "Security" stand, mit einem Dutzend Fragen gelöchert...wohl nur, weil ich lange Haare habe und einen schwarzen Mantel trage. >.>

Ich hätte kotzen können.


Doch letztendlich bestieg ich mein langersehntes Flugzeug. Der Flug an sich war nichts Besonderes - es war jedoch amüsant, acht Stunden in Erwartung des Anschlussfluges zu vertreiben. Leute, ihr wisst nicht, wie klasse es ist, auf Flughafenbänken zu schlafen. Einige Leute schauen zwar etwas komisch - aber das kümmert uns doch nicht im Geringsten, oder? :-D

Zu meinem Glück hörten die grösseren Abenteuer an dieser Stelle auf. Die restlichen Kontrollen entsprachen eher dem gewöhnten Standard, nur der Start in Budapest entpuppte sich als sehr spannend - bei einem schönen Gewitter gibt es auch ordentliche Turbulenzen. *g*

Na, damit endet auch mein Bericht - Reisen ist definitiv etwas Schönes - aber zuhause ist es dennoch am Schönsten...naja, hier steht ja auch mein PC. xD

Good flight - good night.

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